RAFIK SCHAMI

Rafik Schami
Photo: Arne Wesenberg

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Lobrede auf Rafik Schami

das Programm für Sie

KURZ:

 

Rafik Schami von Peter Hassiepen
Photo: Peter Hassiepen

»Rafik Schami schafft es, uns an die Hand zu nehmen, uns ins Ohr zu flüstern ›Und es begab sich …‹
 – und siehe, wir folgen ihm, und sei es zum Kamelmetzger.«

Fritz J. Raddatz, Die Zeit

Dienstag, 24. September 2019, 19 Uhr, Dreifaltigkeitskirche, Husumer Baum 3, 24837 Schleswig/Friedrichsberg
             "Politischer Spaziergang durch Damaskus"

Mittwoch, 25. September 2019, 19 Uhr, St. Johanniskirche, Wallstraße 3, 23758 Oldenburg i.H.
   „Ich wollte doch nur Geschichten erzählen“

Donnerstag, 26. September 2019, 19:30 Uhr, Ev.-Reformierte Kirche, Königstraße 18, 23552 Lübeck
          "Sami und der Wunsch nach Freiheit“


Karten im VVK für 15,00 € bekommen Sie ab dem 01. Dezember hier:

für Schleswig: Buchhandlung Liesegang, Schleswig und stoffwechsel-meterweise, Busdorf

für Oldenburg i.H.:
Oldenburg i.H. und Heiligenhafen: BuchhandlungenTon & Text
Fehmarn: Inselbuchhandlung Tina Rauert
Neustadt i.H.: Buchhandlung Buchstabe, Hochtorstraße 2

Für Lübeck:
Lübeck: Buchhandlung Adler, Hüxstr., Konzertkasse Hugendubel ehem.Weiland, LN-Pressehaus,
Konzertkasse Presezentrum
Stockelsdorf: Buchhandlung Bücherliebe
Neustadt i.H.: Buchhandlung Buchstabe, Hochtorstraße 2

und allen VVK-Stellen mit "LübeckTicket.de"

Abendkasse 20,00 €



LANG:

Dienstag, 24. September 2019, 19 Uhr, Dreifaltigkeitskirche, Husumer Baum 3, 24837 Schleswig/Friedrichsberg

Dreifaltigkeitskirche Friedrichsberg / Nordkirche


"Poetischer Spaziergang durch Damaskus"

Rafik Schami Schleswig
Entwurf: Gerhard P. Bosche

  

  Worte kitzeln empfindlicher, als es die Finger je vermögen   Rafik Schami 

Friedrichsberg: Am Dienstag den 24.09.2019 um 19 Uhr kommt Rafik Schami in die Dreifaltigkeitskirche in Friedrichsberg/Schleswig.
Rafik Schami wurde 1946 in Damaskus geboren. Sein Name ist ein Pseudonym und bedeutet "Damaszener Freund" oder "der aus Damaskus kommt".

Schami entstammt einer Familie der christlich-aramäischen Minderheit, er besuchte ein jesuitisches Klosterinternat im Libanon
und studierte dann Chemie, Mathematik und Physik in seiner Heimatstadt.
Nach seiner Übersiedlung in die Bundesrepublik 1971 setzte er sein Chemiestudium in Heidelberg fort.

Der Literatur zugewandt hat sich Schami schon sehr früh. Bereits mit 19 leitete er in der Altstadt von Damaskus die Wandzeitung Al Muntalek (dt. "Ausgangspunkt"),
die 1969 verboten wurde.

Rafik Schami gehört heute zu den erfolgreichsten und beliebtesten deutschsprachigen Autoren der Gegenwart.
Für sein Werk hat er zahlreiche Auszeichnungen und Preise erhalten.
Auch bei seinen Lesungen entfaltet sich Schamis großes Talent zum freien Fabulieren.

Rafik Schami ist inzwischen sowohl syrischer als auch deutscher Staatsbürger und mit der Zeichnerin und Autorin Root Leeb verheiratet,
mit der er einen Sohn hat und die viele seiner Bücher gestaltete.

 „Solange Menschen in meinem Land hungern, frieren und Angst haben und solange sie für die Freiheit sterben, ist es für Leute wie uns, die in Frieden leben, ein herzloser Luxus, die Hoffnung aufzugeben“, sagte Rafik Schami in einem Interview auf die Frage, ob er angesichts des Bürgerkrieges in Syrien schon alle Hoffnung verloren habe.
Der Abend mit ihm wird nicht die aktuelle Lage erörtern, sondern Rafik Schami wird Geschichten über die Kultur und das Leben in den Gassen von Damaskus erzählen,
wie es kein Zweiter kann.

Eine Liebeserklärung an Damaskus, so könnte man die Veranstaltung auch überschreiben.
Das ist seine, Rafik Schamis Art, gegen die Gleichgültigkeit und das Vergessen anzugehen: „Damaskus darf nicht vergessen werden, sonst ist die Stadt verloren.“

Dienstag, 24.09., 19:00 Uhr, Dreifaltigkeitskirche Friedrichsberg
VVK 15,00 €: Buchhandlung Liesegang, Schleswig und stoffwechsel-meterweise, Busdorf. Abendkasse 20,00 €

 

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Kirche Oldenburg i.H., Kichenbesitz

Mittwoch, 25. September 2019, 19 Uhr, St. Johanniskirche, Wallstraße 3, 23758 Oldenburg i.H.

Rafik Schami, Oldenburg i.H., 2019
Entwurf: Gerhard P. Bosche

Ich wollte doch nur Geschichten erzählen
eine autobiographische Erzählung

Oldenburg i.H.: am Mittwoch den 25.09.2019 um 19 Uhr  kommt Rafik Schami nach Oldenburg i.H. in die St. Johanniskirche.
Er ist einer der bekanntesten Autoren, die nicht nur lesen, sondern Ihre Geschichten frei auf der Bühne erzählen.

1970 verließ Rafik Schami seine syrische Heimatstadt Damaskus. Durch die Flucht nach Deutschland wahrte der damals 26-jährige talentierte Aramäer zunächst seine Möglichkeiten.
Erst der Gang ins sprachliche Exil war die Geburt des Autors.

"Warum schreiben Sie auf Deutsch?", wurde er später gefragt. "Weil die Deutschen kein Arabisch können", war seine Antwort.
Denn Schami entschied sich, seine Texte auch in freier Rede vorzutragen.

Im vordigitalen Zeitalter galt der simple Satz: In den Büchern steht es richtig geschrieben. Wer viel las, für den bildeten sich Rechtschreibung, Wortschatz und Stil von allein heraus.
Der damalige Student der Chemie las nicht nur einige der besten deutschen Autoren, sondern schrieb sie Satz für Satz ab. Nach und nach wurde ihm das Deutsche zur Heimat.
1982 konnte er seinen gutdotierten Job in einem Pharmaunternehmen quittieren. Als Bühnendarsteller seiner Geschichten positionierte er sich als Rarität im Literaturbetrieb. Das trieb die Auflagen nach oben.

In den 35 Jahren seine Karriere hat der heute 71-jährige Romancier diverse Genres bedient. Der rote Faden seines Werks wird auch im vorliegenden Buch weitergesponnen: Es ist seine Stimme gegen die syrische Despotie. In Freiheit schreiben zu dürfen und sich nicht gegen das Regime zu wenden, das ein ganzes Volk versklavt, wäre Verrat gewesen. Aber es ist ein Unterschied, ob man gewisse Äußerungen seinen Figuren in den Mund legt oder, wie hier, sie selbst ausspricht. Auch wenn der Autor dies in Abrede stellt: "Ich schreibe keine Autobiographie. Alle Autobiographien sind gelogen."

Schamis Kritik der arabischen Verhältnisse bildet die besten Passagen des Buches. Nicht nur, weil sie schonungslos ausfällt und für den "Damaszener Freund" (das bedeutet sein Pseudonym) nicht ganz risikolos sein dürfte: "Alle diese Länder können nicht einmal selbständig eine Schraube geschweige denn einen Chip herstellen." Sondern auch, weil Schami Ursachen für die Misere anführt und damit dem Leser bei aller Empörung ein Verstehen möglich macht. Die Herrschaftsform der Sippe, die aus den Lebensbedingungen der Wüste entstand, deformierte und entkräftete die Gesellschaft. Die machthabende Sippe steht über dem Staat, der in diesen Ländern allein der Durchsetzung und Tarnung ihrer Interessen dient. Der Arm des Assad-Clans, bestehend aus 15 Geheimdiensten, reichte bis hinunter in die eigene Sippe. Suheil Fadél, der sich damals noch nicht Rafik Schami nannte, befreite sich von "35 Onkeln und Tanten".

Rafik Schami lüftet den Schleier aus orientalischem Gepränge und gibt den Blick frei auf eine beschämende, verstörende Realität. Er schreibt gegen das Nichtwissen im Ausland. Der gefesselten Bevölkerung verschafft er ein Forum, das sich, so klein es auch sein mag, inzwischen auch in den arabischen Sprachraum öffnet. Schamis Bücher erscheinen seit ein paar Jahren in arabischer Übersetzung im Al-Kamel-Verlag in Beirut. Es ist eine Art von Rückkehr in die Heimat, die der Autor seit seinem Aufbruch nie wieder betreten hat.
www.dernordenerzählt.de/RafikSchami  / www.maerchenverein.de

Karten bekommen Sie in den Buchhandlungen Ton & Text Oldenburg i.H. und H'hafen,
Buchladen Lensahn, Buchhandlung Buchstabe, Hochtorstraße 2, Neustadt und in der Inselbuchhandlung Tina Rauert für 15,00 €
Ebenso bei allen VVK Stellen mit "LübeckTicket.de"

Abendkasse 20,00 €

 

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Ev.-Reformierte Kirche Lübeck, Kirchenbesitz

Donnerstag, 26. September 2019, 19:30 Uhr, Ev.-Reformierte Kirche, Königstr. 18, 23552 Lübeck

Rafik Schami 2019, Lübeck
Entwurf: Gerhard P. Bosche  


         
"Sami und der Wunsch nach Freiheit“ 

Lübeck: Am 26.09.2019 um 19:30 Uhr kommt Rafik Schami in die Ev. Reformierte Kirche in der Königstraße.
Die unglaubliche Geschichte von Sami und seinem abenteuerlichen Leben in den Gassen von Damaskus. Geschichten um Geschichten reihen sich aneinander.
Sie alle erzählen von einer innigen Freundschaft, der Sehnsucht zweier Jungen nach Freiheit und dem Ausbruch der syrischen Rebellion: Sami und Scharif sind unzertrennlich, sie wachsen wie Brüder auf. Nach seiner Flucht aus Syrien erzählt Scharif von ihrer Kindheit in den verwinkelten Gassen von Damaskus, ihren teuflischen Tricks, die Schule zu überstehen, und von ihrem Beschützer, dem weisen Postboten Elias, dem besten Lautenspieler aller Zeiten. Wie Sami sich mutig in jedes Abenteuer stürzt, weil er Unrecht nicht erträgt, und für seine Liebe Josephine sein Leben aufs Spiel setzt. Und wie er sich im Laufe der Jahre so viele Narben holt, die jede wieder ihre eigene Geschichte hat. Bald passieren Dinge, die ihnen die Augen öffnen. Als der Widerstand gegen den Diktator wächst und der Aufstand in Daraa ausbricht, müssen die Freunde abtauchen. Seitdem hat sich die Spur von Sami verloren …
Weitere Informationen zu Rafik Schami finden Sie hier: www.dernordenerzaehlt.de/RafikSchami.html

Donnerstag, 26.09.2019, 19:30 Uhr, Ev.-Reformierte Kirche, Königstraße
VVK 15,00 €: Buchhandlung Adler, Hüxstraße, Buchhandlung Bücherliebe, Stockelsdorf
und allen VVk Stellen mit LübeckTicket

Abendkasse 20,00 €

Buch zur Veranstaltung, Sami 

Natürlich verwöhnen wir Sie während der Veranstaltungen mit kleinen Leckereien und Getränken.
Wie immer gibt es auch einen Verkaufstisch mit märchenhaften Dingen und den Büchern von Rafik Schami

 

Links zu Erzählungen von Rafik Schami

Tübingen: Arabische Kultur  (da war ich selber dabei :-)

Warum immer Nudelsalat

BREMEN: Gegen das Vergessen

Zur Situation in Syrien

SWR LEUTE

 

 

Das Erzählkunstfestival "Der Norden erzählt" ist eine Wortmarke von:
Förderverein Märchen e.V. und fand erstmalig vom 21.-28. März 2009 in Lübeck statt

Copyright © 2012 [fairytale]. Alle Rechte vorbehalten.
Stand: 10. Februar 2019


Impressum
Gerhard P. Bosche, fairytale Erzählkunst, Theater des Wortes, Anja Schmidt, Stoffwechsel